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 Betreff:Essstörungen bei Jungen und MĂ€nner?.. 10-03-2010 17:09:20 
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Thema: Essstörungen bei Jungen und MÀnner?

Immer hĂ€ufiger werden Esstörungen bei MĂ€nnern diagnostiziert. Als Grund dafĂŒr wird eine sich stark verĂ€ndernde Gesellschaft angesehen.

Erst in den letzten Jahren findet auch in diesem Bereich, wenn auch noch wenig, Forschung statt. Mittlerweile leiden MĂ€nner immer hĂ€ufiger an allen Arten von Essstörungen. FĂŒnf bis zehn Prozent der MagersĂŒchtigen und zehn bis 15 Prozent der Bulimiker sind bereits mĂ€nnlich. Besonders davon betroffen sind Jungen zwischen zehn und 25 Jahren.

Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich nicht von dem der Frauen.
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 Betreff:Wer ist betroffen von den Essstörungen?.. 09-03-2010 16:05:38 
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Thema: Wer ist betroffen von den Essstörungen?

Da die Formen der einzelnen Essstörungen oft ineinander ĂŒbergehen und sich vermischen, sind sie schwer zu trennen. Deshalb sind einzelne Zahlen mit Vorsicht zu betrachten.

Ein Beispiel von Deutschland zeigt ungefÀhre Zahlen:

Magersucht: etwa 100.000 Menschen sind betroffen. 90 % der Betroffenen sind Frauen zwischen 15 und 35 Jahren.

10 % sind MÀnner. Essstörungen bei MÀnnern sind bisher noch wenig erforscht.

Ess-Brech-Sucht: etwa 600.000 Menschen sind betroffen.

Das höchste Erkrankungsrisiko haben MĂ€dchen und junge Frauen – bei Erstauftreten einer Anorexie sind die Betroffenen in der Regel jĂŒnger als bei Erstauftreten einer Bulimie. Die in der Literatur angegebenen Altersbereiche mit gehĂ€uften ErkrankungsfĂ€llen variieren und liegen bei Anorexie zwischen 12 und 23 Jahren, bei Bulimie zwischen 18 und 35 Jahren.

DarĂŒber hinaus finden sich Essstörungen gehĂ€uft bei Sportlerinnen und Sportlern, TĂ€nzerinnen und TĂ€nzern, Gymnasiastinnen, Studentinnen sowie Patientinnen mit Diabetes mellitus.
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 Betreff:Was sind die Folgen einer Essstörung?.. 09-03-2010 15:44:12 
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Thema: Was sind die Folgen einer Essstörung?

Essstörungen können sowohl körperliche wie seelische Beschwerden und Folgen auslösen.

Die psychischen Auswirkungen können die LebensqualitĂ€t ganz nachhaltig verschlechtern. Typische sind langfristig MinderwertigkeitsgefĂŒhle und niedriges SelbstwertgefĂŒhl, Probleme im sozialen Umgang mit anderen Menschen (z.B. totaler RĂŒckzug) oder aber die UnfĂ€higkeit weiter eine Schulausbildung oder BerufstĂ€tigkeit auszuĂŒben.

Körperliche Folgen einer Magersucht können sehr vielfĂ€ltig sein. U.a. treten Verdauungsbeschwerden, erhöhte Neigung zu EntzĂŒndungen, Magenbeschwerden, niedriger Puls und HerzschĂ€digungen, Nierenprobleme bis hin zum Nierenversagen, Blutarmut oder aber VerĂ€nderungen der Knochenstruktur auf.

Selbst-induziertes Erbrechen bei bulimischen Störungen kann u.a. ZahnschĂ€den und Störungen des Mineralstoffwechsels auslösen. Bekannt sind auch Vergrösserungen der SpeicheldrĂŒsen. Der hĂ€ufige Missbrauch von AbfĂŒhrmitteln (Laxantien) beeinflusst auch dauerhaft die Magen-Darm-Funktionen u.a. mit einer dauerhaften (scheinbar paradoxen) Verstopfung. MagengeschwĂŒre oder chronische EntzĂŒndungen (Gastritis) sowie gefĂ€hrliche Herz-Rhythmussstörungen gehören eher zu den selteneren Langzeitfolgen.

Essstörungen können einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen.

Einige Patientinnen können eine vollstĂ€ndige RĂŒckbildung im Sinne einer "Heilung" verzeichnen aber bei vielen ist mit wiederholten RĂŒckfĂ€llen in alte Gewohnheiten zu rechnen. Anorexie (Magersucht) und Bulimie sind oft chronische Erkrankungen, die nicht von selbst ausheilen sondern eine qualifizierte Behandlung und harte Arbeit von Seiten der Betroffenen selber erfordern.

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 Betreff:Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) zu beachten f.. 09-03-2010 15:17:58 
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Thema: Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) zu beachten fĂŒr Familien und Freunde

Betreff:Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) zu beachten fĂŒr Familien und Freunde

Essstörungen bleiben lange im Verborgenen, meist gibt es nur allgemeine Hinweise. MĂ€dchen, die an einer Anorexia nervosa leiden, versuchen am Anfang, familiĂ€re Mahlzeiten zu meiden und benutzen dafĂŒr Ausreden wie: "Ich habe schon gegessen", oder "Ich habe gar keinen Hunger." Dabei widmen sie sich hĂ€ufig mit Ausdauer dem Wohlergehen der Familie, kochen aufwendige Gerichte fĂŒr andere. Auch innerlich sind die Betroffenen stĂ€ndig mit dem Essen beschĂ€ftigt, alle Lebensmittel werden in gute (nicht dick machende) und schlechte (dick machende) eingeteilt. Kalorien und Fettpunkte werden genauestens kontrolliert. Unter dem Vorwand, sich gesund zu ernĂ€hren, wird lange Zeit eine stark einseitige ErnĂ€hrung durchgefĂŒhrt. Viele FrĂŒchte und GemĂŒse werden konsumiert, manchmal ausschließlich Babybrei.

Das Essverhalten erfĂ€hrt mit zunehmender Erkrankung eine immer stĂ€rkere Kontrolle. Dabei wird es auch zur Kontrolle von anderen eingesetzt. HĂ€ufig bestimmen MĂ€dchen mit Essstörungen das Familienklima. Es besteht eine krankhafte Furcht, dick zu werden, was bei lĂ€ngerem Krankheitsverlauf zum völligen Vermeiden grĂ¶ĂŸerer Mahlzeiten oder sozialer Situationen, in denen gegessen wird, fĂŒhrt. Nach einer Nahrungsaufnahme versuchen die MĂ€dchen, die Kalorien wieder abzutrainieren oder aus dem Körper zu entfernen. ÜbermĂ€ĂŸiges Sporttreiben ist ein sichtbares Warnzeichen.

Im Sozialbereich ziehen sich die MĂ€dchen hĂ€ufig aus bestehenden Freundschaften zurĂŒck, haben keine Lust mehr, mit anderen etwas zu unternehmen. Nicht selten kommt es zu einem RĂŒckzug ins Elternhaus, wobei sozial erwĂŒnschte Kontakte wie der Gang zur Schule lange aufrechterhalten werden. Im körperlichen Bereich wird die Abmagerung der MĂ€dchen verdeckt durch Schlabberkleidung oder Tragen dicker Pullover und MĂ€ntel, es fĂ€llt eine schlechte Durchblutung der HĂ€nde auf.

Bulimische MĂ€dchen sind dagegen normalgewichtig, man sieht ihnen die Bulimie nicht an. Bei chronischem exzessiven Erbrechen schwellen die OhrspeicheldrĂŒsen wie bei Mumps an, und es entsteht ein "Hamstergesicht". Diese Patientinnen sind oft sozial unangepasster als solche mit einer Anorexia nervosa. Schule schwĂ€nzen, aber auch LadendiebstĂ€hle kommen öfter vor. Sie leiden an starken Stimmungsschwankungen und depressiven VerstimmungszustĂ€nden. Absichtlich zugefĂŒgte Schnittwunden, meist an den Unterarmen, können mit dieser Erkrankung verbunden sein.

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 Betreff:Welche Ursachen stehen hinter einer Essstörung?.. 09-03-2010 14:52:15 
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Thema: Welche Ursachen stehen hinter einer Essstörung?

Die GrĂŒnde fĂŒr Essstörungen sind vielfĂ€ltig und können individuell sehr verschieden sein. Allen Arten von SĂŒchten liegen multifaktorielle Ursachen zu Grunde. Eventuell gibt es einen bestimmten Auslöser - die HintergrĂŒnde sind jedoch immer vielschichtig.

Magersucht (Anorexia nervosa) und die Ess-Brech-Sucht können als Symptom, als eigenstÀndige psychische Störung auftreten.


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 Betreff:Unterschied zwischen Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht.. 09-03-2010 14:19:06 
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Thema: Unterschied zwischen Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimie nervosa)?

Betreff:Unterschied zwischen Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brech-Sucht (Bulimie nervosa)?

Die Ess-Brech-Sucht (Bulimie nervosa )tritt wesentlich hÀufiger auf als die Magersucht (Anorexia nervosa).

Man sieht sie den Betroffenen nicht an, da sie vollstĂ€ndig in der Heimlichkeit gelebt werden kann. Sie neigt, ebenso wie die Anorexia nervosa stark zur Chronifizierung und unterscheidet sich von dieser, neben dem meist normalen Gewicht durch das vorhandene KrankheitsgefĂŒhl. Beide Essstörungen haben die krankhafte Über- und DauerbeschĂ€ftigung mit dem Essen und dem Körper gemeinsam. Sie dient zur Lösung verborgener, nicht lösbarer seelischer Konflikte.

Diese so genannte Ess-Brech-Sucht beginnt oft mit einer voran gegangene Magersucht. Wenn von außen betrachtet ein RĂŒckgang der Magersucht erzielt wurde und die Patientin/der Patient wieder zu Essen begonnen hat. Die Betroffenen leiden meistens unter einer gestörten Selbstwahrnehmung und/oder einer Körperschemastörung. Wie auch die MagersĂŒchtigen empfinden sie sich immer als zu dick, doch sind sie hĂ€ufig, im Gegensatz zu den MagersĂŒchtigen, normalgewichtig. Die Ursachen der Bulimie Ă€hneln denen der Magersucht. Nicht selten geht der Bulimie eine anorektische Phase voraus oder wechselt sich mit Phasen der Magersucht ab.

Frauen leiden unter dieser Störung ca. zehnmal hĂ€ufiger als MĂ€nner. Anorexie beginnt meist im Jugendalter und tritt nur selten nach der Lebensmitte auf. Es ist eine Besonderheit der Anorexie, dass körperlich gesunde, junge Menschen allein durch selbstauferlegtes Hungern bis in den Bereich bedrohlicher Funktionsstörungen gelangen oder sogar sterben, obwohl der Tod keineswegs angestrebt und das Risiko des Todes zumindest nicht bewusst in Kauf genommen wird. Zum Unterschied zur Anorexie nehmen Bulimiepatientinnen nicht so extrem ab und halten ihr Körpergewicht oft im Normbereich. Jedoch können sie auch trotz ihrer Essstörung ĂŒbergewichtig sein! Der Grund dafĂŒr ist, dass sie zwar Erbrechen herbeifĂŒhren und AbfĂŒhrmittel missbrauchen, aber auch unter FressanfĂ€llen leiden. (FressanfĂ€lle: innerhalb kĂŒrzester Zeit große Mengen hochkalorischer Nahrung zu sich nehmen.)

Die Patientinnen verleugnen ihren körperlichen Mangelzustand und dessen Folgen vor sich und der Umwelt dies trifft bei beiden Krankheiten zu.
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 Betreff:Was ist Ess-Brech-Sucht (Bulimie nervosa)?.. 09-03-2010 14:17:59 
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Thema: Was ist Ess-Brech-Sucht (Bulimie nervosa)?

Die Bulimie, auch Ess-Brech-Sucht (Bulimarexie oder Bulimia nervosa oder Ochsen- bzw. Stierhunger) genannt, gehört zusammen mit der Magersucht, der Binge-Eating-Disorder und der Esssucht zu den Essstörungen.

Bulimie stammt vom griechischen und heisst wörtlich „der Ochsenhunger“.

Die stĂ€ndige BeschĂ€ftigung mit dem Essen, die Gier nach Nahrungsmitteln, wiederholte Attacken von Heißhunger ("Fressattacken") gefolgt von selbst herbeigefĂŒhrtem Erbrechen. Ebenfalls die Einnahme von AbfĂŒhrmitteln, Wassertabletten und ĂŒbermĂ€ssige sportliche AktivitĂ€t, können eingesetzt werden um eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Ein tiefes SchamgefĂŒhl nach einer Fress-/Brechattacke ist ein wesentlicher Grund, die Erkrankung auch vor den besten Freunden zu verstecken. Ein weiteres Kennzeichen fĂŒr die Bulimie ist die fast permanente BeschĂ€ftigung der Betroffenen mit allem, was mit Essen, Kalorien, Körpergewicht, DiĂ€t und Figur etc. zu tun hat. Die Aufnahme einer großen Nahrungsmenge wĂ€hrend eines Essanfalls erzeugt bei den Betroffenen eine starke Angst vor einer Gewichtszunahme. Diese Angst wird durch HerbeifĂŒhren von Erbrechen zumindest kurzfristig abgeschwĂ€cht. Das Erbrechen wird also durch den Wegfall der Sorge um das Gewicht quasi belohnt und so als eine Strategie zur Gewichtskontrolle erlernt.

Dieses gestörte Essverhalten tritt dann plötzlich auch schon nach normalen Mahlzeiten oder kleinen Essportionen auf. In aller Regel spielen sich solche Attacken in aller Heimlichkeit ab. Bulimische Menschen können unter-, normal- oder auch ĂŒbergewichtig sein, sie haben jedoch meist ein sehr schlankes Körperideal.

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 Betreff:Was ist Magersucht (Anorexia nervosa)?.. 09-03-2010 13:39:57 
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Thema: Was ist Magersucht (Anorexia nervosa)?

Die Anorexia nervosa (griech./lat.: etwa „nervlich bedingte Appetitlosigkeit“) ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen. Wörtlich ĂŒbersetzt bedeutet Anorexie "Appetitverlust oder -verminderung" - eine irrefĂŒhrende Bezeichnung, da nicht unbedingt der Appetit, sondern in erster Linie das Essverhalten gestört ist. Der Zusatz "nervosa" weist auf die psychischen Ursachen der Essstörung hin. Anorexia nervosa ist nicht gleichbedeutend mit dem Begriff Anorexie, welcher lediglich allgemein eine Appetitlosigkeit beschreibt, gleich welcher Ursache.

Magersucht wird gekennzeichnet durch einen signifikanten Gewichtsverlust, hervorgerufen durch extreme DiĂ€t. Selbstbild und Körperempfinden sind derart gestört, dass der Gewichtsverlust zum bestimmenden Inhalt des Denkens und Handelns wird. Die Betroffenen empfinden sich stets als "zu dick", selbst wenn sie offensichtlich erheblich untergewichtig sind. Die Wahrnehmung der eigenen Figur ist verzerrt. Bei dem Versuch, immer noch mehr Gewicht zu verlieren, vermeiden MagersĂŒchtige die Nahrungsaufnahme bzw. kalorienreiche Nahrung, was im Extremfall bis zum Tode fĂŒhren kann.

Die Betroffenen sehen Ihren Körpber nicht realistisch, Sie scheinen oft in ihrer eingene Welt versunken. Trotz Untergewicht bestehen Ängste vor Gewichtszunahme.

Die Magersucht kann vorĂŒbergehend und mild ausfallen, sie kann aber auch zu einem chronischen Zustand werden, der lebensbedrohliche körperliche SchĂ€digungen zur Folge hat.




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 Betreff:Was sind Essstörungen?.. 09-03-2010 12:57:52 
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Thema: Was sind Essstörungen?

Mit Essstörung bezeichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaften und langfristigen GesundheitsschÀden.

Menschen mit Esstörungen leiden unter einer ĂŒbermĂ€ssigen gedanklichen BeschĂ€ftigung mit Themen, die um Essen, Gewicht und Figur kreisen. Zentral ist die BeschĂ€ftigung mit dem Thema „Essen“. Betroffene sind sich ihrer Krankheit oft lange Zeit nicht bewusst und ĂŒberzeugt, dass Essproblem, werde sich von selbst wieder lösen.

Menschen mit Essproblemen verfĂŒgen meistens nicht mehr ĂŒber ein normales Hunger- und SĂ€ttigungsgefĂŒhl. Sie zeigen AuffĂ€lligkeiten im psychologischen und sozialen Bereich und leiden hĂ€ufig unter Selbstzweifel.

Wenn die Suche nach GlĂŒck, Liebe und erfĂŒllenden Kontakten erfolglos bleibt, wird das Essen als eine Art Ersatzbefriedigung benutzt. Die Folgen dieses Verhaltens fĂŒhren wiederum zu einer Verschlechterung der Situation, so dass sich ein Teufelskreislauf entwickelt in welcher Beziehungen, Ausbildung, Beruf und FreizeitaktivitĂ€ten in den Hintergrund rucken. Der eigenen Leistung wird grosses Gewicht beigemessen. Die Erwartungen an die eigene Leistung sind ĂŒbermĂ€ssig hoch und der gestörte Umgang mit dem Essen wird zum Ersatz fĂŒr nicht gelöste Konflikte. Aufgrund der hohen psychischen AbhĂ€ngigkeit, ist es meist sehr schwierig, alleine aus dem Teufelskreis auszubrechen.

Die Mechanismen entsprechen also denen einer klassischen Suchtproblematik. Die Schwierigkeiten im Umgang mit der Außenwelt wird ausgeblendet, die Konzentration auf das Suchtmittel, das in diesem Fall die BeschĂ€ftigung mit dem eigenen Körper darstellt ĂŒbernimmt Kontrolle. Tiefe und echte Beziehungen einzugehen, ist fĂŒr die Betroffenen meistens sehr schwierig. Essgestörte Menschen können sehr ehrgeizig sein. HĂ€ufig weisen sie perfektionistische ZĂŒge auf.



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